Tomasz Stanko Quartett

Botanischer Garten | Mi. 13.8.2014

Tomasz Stańko gilt als einer der innovativsten und kreativsten Musiker der europäischen Jazzszene. Er gehört zur ersten Generation europäischer Musiker, die als Antwort auf den amerikanischen Free Jazz neuartige Möglichkeiten eines eigenen musikalischen Ausdrucks gesucht und gefunden haben. Seit den 1970er Jahren hat sich seine Musik durch alle Bereiche des Jazz ausgedehnt; durch Integration, Assimilation und Auflösung konventioneller Rhythmen, Harmonien und Strukturen entstehen scheinbar atonale und schwebende Klänge, die auf eine spezifische Weise musikalisch geordnet sind. Auf der Trompete hat er in allen Registern einen völlig eigenständigen Sound entwickelt. Das Besondere sind sein eigener, unverwechselbarer Sound, die slawische Melancholie und der bereits beim ersten Ton erkennbare kraftvolle, „schmutzige“ Klang seiner Trompete. Dieser Trompetensound lässt keinen kalt. Was der 1942 in Polen geborene Tomasz Stańko mit seinem Instrument anstellt, drückt pure Emotion aus. Das klingt mal rau und dunkel, aber zugleich auch melancholisch und anrührend.

Stańkos Stücke lassen seinen Mitmusikern große improvisatorische Freiheit. Wesentlich sei für ihn, dass sie das Feeling der Kompositionen erfassen, sagt er. Alt und neu, Tradition und Innovation, Komposition und Improvisation: Stańko spielt immer Stańko.

Tomasz Stańko – Trompete
Marcin Wasilewski – Klavier
Sławomir Kurkiewicz – Kontrabass
Michał Miśkiewicz – Schlagzeug

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