Mittwoch, 21.07., Botanischer Garten, 20 Uhr  |   >> TICKETS

Viele Musiker und auch Kritiker halten den inzwischen dreißigjährigen, schon mit acht Jahren als Wunderkind gepriesenen Julian Lage für den besten Gitarristen der Welt – oder zumindest seiner Generation. Es grenzt fast an Zauberei, was Lage aus seinem Instrument holt, an das er übrigens kein einziges Effektgerät hängt. Alle Nuancen seines Spiels sind handgemacht. Mit vollendeter Technik und unendlich viel Gefühl setzt er sich über Genre-Grenzen hinweg, bringt Jazz, Folk, Klassik, Country und Rock zusammen. Obwohl als Virtuose gefeiert, schlägt sich sein Können niemals in der Zur-Schau-Stellung spektakulärer Technik auf seinem Instrument nieder. Viel wichtiger ist ihm der emotionale Gehalt seiner Musik. So lotet Julian Lage die Frühzeiten des amerikanischen Jazz aus und spielt – neben wenigen Eigenkompositionen – vor allem Songs aus den Zwanziger- und Dreißiger-Jahren, die deutlich eingängiger klingen als die Stücke vieler seiner Genrekollegen. Den Verdacht, nur ein virtuoser Traditionalist zu sein, hat er längst entkräftet. Sein unverkrampft-lässiges, leicht zugängliches Jazzverständnis, das leichthändig zwischen Bebop-Jazz, frühem Rock ’n’ Roll, Surf und Flamenco variiert, bescherte ihm viel Aufmerksamkeit.

Julian Lage – guitar
Jorge Roeder – bass
Kenny Wollesen – drums

Foto © Nathan West