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|  Freitag, 20.07., Doppelkonzert, Botanischer Garten, 20 Uhr  |  >> nächstes Konzert

SIX, ALPS & JAZZ
„Sinfonisches Alphornglühen“ wäre auch ein passender Name für das musikalische Spektakel dieser inzwischen siebenköpfigen Formation aus Multiinstrumentalisten, die mit mehr als 30 verschiedenen Holz- und Blechblasinstrumenten spielerisch beweisen, dass Volksmusik auch Jazz und Jazz auch Volksmusik ist. Lustvoll und mit vitaler Virtuosität wird gekonnt jeder Gedanke an Volkstümelei weggespielt. U.a. mit heimatlichen Instrumenten von Alphorn bis Schwegel wird altes Liedgut neben Eigenkompositionen in alpinem Stil in die globale Musik des improvisierten Jazz übersetzt. Matthias Schriefl und Band erweisen sich als sichere Grenzgänger zwischen den musikalischen Kulturen, die wie selbstverständlich, aber nicht respektlos auch mal auf Rhythmen aus dem Himalaya, der Türkei und dem afrikanischen Kontinent zurückgreifen. „So entpuppt sich ‚Six, Alps & Jazz‘ bald schon als musikalische Wundertüte. Vollgestopft mit schrägen Einfällen, verblüffenden Wendungen und einem schier unerschöpflichen Arsenal an Klangfarben“ Kulturmagazin, Peter Füssl
Foto © Gerhard Richter

Matthias Schriefl – trumpet, flugelhorn, bassflugelhorn, euphonium, tuba, alphorn, ophicleide, voice
Michl Engl – tubas, euphonium, ophicleide, alphorn, basstrombone, voice
Florian Trübsbach – altosaxophone, oboe, flute, piccolo, clarinet, schwegel, voice
Alex Morsey – bass, tuba, voice
Gregor Bürger – bassoon, tenorsaxophone, clarinet, bassclarinet, voice
Peter Heidl – flute, piccolo, tenorsaxophone, clarinet, voice
Wiggerl Himpsl – horn, alphorn, drums, percussion, voice





21 Uhr
FLORIAN FAVRE TRIO
Unerwartete Wendungen und Einwürfe, plötzliche Tempiwechsel oder spontane originelle Zwischenspiele, hochriskante interaktive Drahtseilakte zwischen Intuition und Intellekt: das gleichberechtigte Trio, das genauso die klassische Moderne, Jazz, Rock und Folklore wie elektronische Musik beherrscht, ist für jede Überraschung gut. Florian Favre ist ein wuchtiger Pianist mit hintersinnigem Humor und ausgesprochenem Hang zur Sensibilität. Sein Spiel ist präzis und perfekt und dennoch unbekümmert und unberechenbar, erstaunlich auch sein Erfindungsreichtum in der melodischen Gestaltung. Bassist Manu Hagmann und Drummer Arthur Alard verstärken die rhythmische Raffinesse und gestalten durch relativ große Solo-Anteile weitgehend das musikalische Geschehen mit. „Das ist zeitgemäßer Jazz, der etwas von der Impulsivität des e.s.t. hat, der aber auch aus dem Fundus des Impressionismus und des Rock schöpft. Eine Feier des Unvorhersehbaren, wundervoll.“ (schu) concerto, 3/2016
Foto © Nicolas Masson

Florian Favre – piano
Manu Hagman – bass
Arthur Alard – drums