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Mittwoch, 11.07., Botanischer Garten, 20 Uhr  |   >> nächstes Konzert

Diese dynamische Band macht sich den ganzen Reichtum der Jazzgeschichte zunutze, obwohl sie musikalisch kühn auf unerkundete Territorien vorprescht. Die Musik ist mal aufregend explosiv, ungestüm und funky, dann wieder beruhigend elegisch, sie bietet melodische Hooks, berückende Atmosphären, rhythmische Kraft und eine elementare Beseeltheit. „Diese Gruppe hat eine Menge Feuer in sich, aber auch Erdiges, denn ihre Klänge, Timbres und Texturen haben eine solche Tiefe“, sagt Iyer. „Manchmal ist das Spiel von wirklicher Ausgelassenheit geprägt, obwohl die Musik höllisch schwer zu spielen ist. Manchmal wissen wir nicht, wie wir uns noch aus der Affäre ziehen sollen, was uns verletztlich macht. Aber diese Verletzlichkeit ermöglicht uns dann, auf Emotionen zuzugreifen und diese in die Musik einzubringen. Es geht nicht darum, irgendwelche Fähigkeiten zu demonstrieren oder 'wütend' zu sein. Es geht darum, verletzlich zu sein – das muss in der Musik zum Ausdruck kommen. Wenn ich das bei jemand Anderem höre, wirkt es auf mich wie eine Einladung. Wenn man beim Musikmachen etwas von sich offenbart, bringt es einen den Hörern gleich näher. Sie können das Gefühl gewinnen, in die Musik involviert zu sein, so dass es eine gemeinsame Erfahrung ist. Genau das ist die Idee.“
Foto © Jimmy Katz

Vijay Iyer – piano, fender rhodes
Stephan Crump – bass
Jeremy Dutton – drums
Graham Haynes – cornet, flugelhorn
Steve Lehman – altosaxophone
Mark Shim – tenorsaxophone